Get inspired! Brauchen wir das Spiel?

Donnerstag 8. November | von 15:00 bis 17:30 | Ars Electronica
„Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt“, sagte der Dichter Friedrich Schiller. Er meinte, dass das Spiel die Ganzheitlichkeit der menschlichen Fähigkeiten hervorbrächte. In der durchgetakteten Welt zwischen Informationsüberflut und rasanten Weiterentwicklungen kann das Spiel Abhilfe schaffen – kann Mittel werden, um den Menschen innehalten zu lassen.

Sowohl Kultureinrichtungen als auch Tourismusdestinationen können mithilfe von spielerischen Aspekten neue Zielgruppen erreichen und ihre Inhalte attraktiv aufbereiten. Warum das Spiel auch für Erwachsene wichtig ist, was dabei im Kopf passiert sowie Best-practices-Beispiele aus den verschiedensten Bereichen werden bei dem Workshop „Brauchen wir das Spiel“ vorgestellt. In Kurzinputs erzählen die Speaker aus verschiedenen Disziplinen ihre Sichtweisen. Und natürlich darf auch das Spiel nicht zu kurz kommen!

Ablauf:

  1. Jeremiah Diephuis (Medientechnik und Design, Fachhochschule Hagenberg) wird den Workshop spielerisch im Deep Space eröffnen und mit praktischen Beispielen aus dem Game-Bereich fortfahren.
  2. Martin Fössleitner (Medienpsychologe, Sigmund Freud Privatuniversität) wird über die Psychologie beim Spielen sprechen.
  3. Die U19-Einreicher beim Prix Ars Electronica, Emely Mair und Lorenz Uhl, stellen ihr touristisches Zukunftsprojekt im Bereich Augmented Reality vor.
  4. Harald Weinberger (Geschäftsführer, mobile agreements) spricht über Spiel im Tourismus anhand der neuen Visit-Linz-App.
  5. Thomas Wernbacher (Medienpsychologe, Zentrum für Angewandte Spieleforschung, Donau-Universität Krems) gibt einen Querschnitt über Gamification, Design und Verhaltenstheorien mit einem Best-Of von Beispielprojekten.
  6. Nicole Grüneis (Kinderforschungslabor, Ars Electronica Center) gibt Einblicke, welche spielerischen Zugänge die Vier- bis Achtjährigen im Museum begeistern.
  7. Andreas Erdmann (Leitender Dramaturg, Landestheater Linz) spricht über das Spiel als heilige und institutionalisierte Kulturtechnik am Beispiel des Theaters.
  8. Werner Gamerith (Universität Passau) meint, dass es den Homo ludens immer schon gegeben hat und beschreibt, welche Möglichkeiten die neuen Technologien eröffnen.
  9. Iris Mayr (Mesh Worker und Kuratorin) erzählt von einem Projekt, bei dem Manager von der „verspielten“ Sichtweise der Kinder lernen können.
  10. Tamara Mosberger (Mitorganisatorin Ingress Anomalie Linz) ist jahrelange begeisterte Spielerin des Online-Spiels Ingress, erzählt von der Faszination und erklärt, welche sozialen Komponenten Online-Spiele haben.
  11. „Kooperative Ästhetik“ von der Kunstuniversität Linz (Zeitbasierte und interaktive Medien, Leitung Gerhard Funk) schickt die Teilnehmer mit einem künstlerischen Input in den Abend.

Eine Kooperation zwischen Ars Electronica Center und Tourismusverband Linz im Ars Electronica Deep Space.

Jeremiah
Diephuis

Professor für Medientechnik und Design, Fachhochschule Hagenberg
Jeremiah Diephuis wurde 1976 geboren und wuchs in den großen Spielhallen des amerikanischen mittleren Westens auf. Nach Studien in Computerlinguistik und Kommunikation- und Wissensmedien widmete er sich der Entwicklung und Anwendung von Computerspielen im öffentlichen Raum.
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Martin
Fössleitner

Lecturer, Sigmund Freud Privatuniversität Linz/Wien
Betriebswirt / WU-Wien, Informationsdesigner / hi-pe.at, Formatentwickler / SFU
bewundert japanisches Design und italienischen Espresso
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Harald
Weinberger

Geschäftsführer, mobile agreements GmbH
Von 2002 weg war Harald Weinberger verantwortlich für die IT und eBusiness Strategie in Europa bei Wacker Neuson, bevor er 2007 das Unternehmen mobile agreements in Linz aufbaute und bis heute mit einem 40 köpfigen Team innovative und maßgeschneiderte digitale Lösungen für Unternehmen realisiert.
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Thomas
Wernbacher

Senior Scientist, Donau-Universität Krems, Zentrum für Angewandte Spieleforschung; Picapipe GmbH
Thomas Wernbacher ist Senior Researcher am Zentrum für Angewandte Spieleforschung an der Donau-Universität Krems. Seine derzeitigen Tätigkeitsfelder umfassen Nudging, Gamification und Data Science.
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Nicole
Grüneis

Leitung Bildung & Kulturvermittlung, Ars Electronica Center
Nicole Grüneis ist Leiterin der Bildungs- und Kulturvermittlungsabteilung im Ars Electronica Center. In dieser Position ist sie für die Entwicklung der Ausstellungsinhalte, der Konzeption der Museumsprogramme und für die Ausbildung der Infotrainer zuständig.
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Andreas
Erdmann

Leitender Dramaturg Schauspiel, OÖ. Theater und Orchester GmbH / Landestheater Linz
Zu spielen ist nicht nur ein Urbedürfnis, die Menschen haben dies Bedürfnis auch in unterschiedlichsten Kulturtechniken seit Jahrtausenden gepflegt. Das Theaterspielen ist eine dieser Techniken: Inwiefern ist es spielerisch? Und spielen hier nur die Schauspieler oder die ganze Gesellschaft?
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Werner
Gamerith

Universitätsprofessor, Universität Passau
Fasziniert hat die Geographie mit ihrer großen thematischen Bandbreite Werner Gamerith schon immer, und so bildete das Studium der Geographie von 1986 bis 1993 an den Universitäten Salzburg, Innsbruck, Graz und Klagenfurt auch die logische Konsequenz.
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Iris
Mayr

„Mesh worker“ und Kuratorin
„Mesh worker“ beschreibt ihr Tätigkeitsspektrum am besten, finde Iris Mayr. Gleichzeitig bin ich mir bewusst, wie erklärungsbedürftig die Bezeichnung ist. Aber genau das schafft Freiräume - und die liebe ich.
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Tamara
Mosberger

Ingress-Agent, Community-Moderatorin, Person of Contact , Anomalie-Event in Linz
Als Tamara Mosberger 2013 erstmals Ingress installiert hat, hätte sie nie gedacht, dass sie ein Computerspiel dermaßen fesseln würde.
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